Um Beats für einen Rap oder als Begleitung zu einem Song zu produzieren, braucht man eine bestimmte Ausstattung. Im folgenden erkläre ich Ihnen, was Sie mindestens brauchen, um sofort loszulegen. 

Unterschiedliche Wege zum Ziel - unterschiedliches Equipment

Die Ausstattung, die man braucht, unterscheidet sich je nach Arbeitsweise, die Sie wählen. Deswegen werde ich Ihnen zuerst die Grundausstattung, und dann die jeweilige Ausstattung mit der dazu passenden Arbeitsweise zeigen. 

Die grundlegenste Grundausstattung

Es gibt einige Dinge, die Sie mindestens benötigen, um etwas produzieren zu können. 

Der PC

Um einen Beat zu bauen und zu exportieren brauchen Sie einen PC. Die Anforderungen an ihn sind für die Produktion von Beats sehr gering. Sie müssen nur die Mindestanforderungen Ihres Musikbearbeitungsprogramms erfüllen. Alles was höher ist, ist dann eine Investition in die Zukunft. 

Die DAW

Für die Produktion eines Beats ist ein bestimmtes Programm notwendig, mit dem Sie Musik mischen und arrangieren können. Diese Programme nennen sich DAW, was Digital Audio Workstation bedeutet. Hier gibt es eine große Auswahl. Welche Sie benötigen, erfahren Sie in unserem DAW-Guide. 

Lautsprecher und/oder Kopfhörer

Wenn Sie gute, qualitative Beats erzeugen wollen, benötigen Sie eine gute Wiedergabe, die Ihnen mehr bietet als es normale Wiedergabegeräte können. Denn Sie müssen nicht nur hören, wo jeder Schlag sitzt, sondern auch, wie jeder Schlag klingt, und wie das ganze am Schluss klingt. 

Wenn Sie nur Beats produzieren, reicht hier schon recht günstiges Equipment. So können Sie auf Studiolautsprecher verzichten und nur mit Kopfhörern arbeiten. Die liefern genug Auflösung, und Sie können in die Produktion starten, ohne sich mit Abhörpositionen zu beschäftigen. 

 An die Kopfhörer sollten Sie aber gewisse Mindestanforderungen stellen. So ist ein linearer Frequenzverlauf Pflicht. Das heißt, dass sowohl Bass, als auch die Mitten und die Höhen annähernd gleich laut wiedergegeben werden. Nur so haben Sie die Möglichkeit, den Bass und die Höhen richtig einzuschätzen. Gute Studiokopfhörer gibt es schon ab 100€. Mehr dazu finden Sie in unserem Kopfhörer-Artikel. 

Natürlich gibt es hier keine Grenzen nach oben. Mit allem, was besser ist, lässt sich mehr machen. Aber das gilt im Audiobereich für alle Anschaffungen. 

Kopfh?rer sind f?r den Einsteiger eine gute Anschaffung.

Noch nicht ganz alles, was man braucht

Jetzt haben Sie alles zusammen, um mit der Beatproduktion anzufangen. Nun brauchen Sie noch eine Methode, mit der Sie die Beats bauen, die Sie haben wollen.

Die Drumlibrary-Methode

Die Drumlibrary-Methode ist für alle geeignet, die schnell ein Ergebnis brauchen, etwa zur Begleitung bei Liveauftritten zur Gitarre und/oder zum Gesang. Es ist eine Methode,die vor allem für Anfänger gut geeignet ist. Dabei arbeitet man mit einer ganzen Bibliothek an verschiedenen vorgefertigten Schlagzeugrhythmen. Die kann man dann so anordnen, wie man es für seine Performance braucht, und dann als fertiges Stück exportieren. Die Sounds der Drums sind einigermaßen vorgegeben und vorgemischt. Aus der Bibliothek suchen Sie sich dabei einen passenden Drumloop aus, platzieren ihn in der DAW als Midiclip und ziehen ihn so lang, wie Sie ihn haben wollen. Für etwas Variation platzieren Sie verschiedene Drumloops so, dass sich rhythmische Breaks ergeben und das das Taktschema für Ihr Projekt passt. Danach müssen Sie das ganze exportieren und Sie haben Ihre fertigen Beats. 

Für diese Methode brauchen Sie eine Drumloop-Library. Hier gibt es verschiedenste auf dem Markt, und ich werde hier zwei vorstellen. 

Ez Drummer 2 ist eine Library mit vielen verschiedenen Drumkits und fertigen Beats, die aneinandergereiht wie oben beschrieben einen Song ergeben. EZ Drummer 2 ist dabei leicht zu bedienen und für Anfänger eine gute Wahl, die schnell zu brauchbaren Ergebnissen führt. 

Eine größere Library mit mehr Einstellungsmöglichkeiten zum Bearbeiten der Drumsounds. Sie ist gut geeignet für alle, die etwas mehr Kontrolle über den Klang haben wollen. Geeignet für Producer mit Anspruch. Längere Eingewöhnungszeit, doch dann als kreatives Tool gut verwendbar. 

 

Die Loopmethode

Die Loopmethode führt fast genauso schnell zum Ziel wie die Drumlibrary-Methode. Doch statt vorgefertigter Midifiles, die auf ein Drumkit gelegt werden, sind hier mehrere fertige Drumtakte aufgenommen. Die können dann hintereinander angeordnet werden und so entsteht dann ein Stück. Geeignet ist die Methode für alle möglichen Genres, vor allem im Pop- und Hiphopbereich. Die Methode hat Vor- und Nachteile. Gut ist, dass sie viel mehr Genres abdeckt als die Library-Methode, denn man kann sich genau die Loops kaufen, die man für sein Genre benötigt. Diese lassen sich dann einfach anhören und so wie sie sind platzieren. Ein Nachteil ist, dass sie sich schwieriger bearbeiten lassen und man dazu Erfahrung mit Audioeffekten haben sollte. 

Looplibrarys gibt es im Internet an vielen Stellen. So bieten wir von Planetcat Media oft welche kostenlos zum Download an. Andere Anbieter, bei denen Sie auch kommerziell Loops kaufen können, sind etwa Loopmasters oder Producerloops. Hier lohnt sich auch eine Suche in Google, das Angebot ist riesig. 

Loops wie dieser sind eine Aneinanderreihung von Beats

Die Samplemethode

Die Samplemethode geht noch tiefer in die Produktion. Sie ist für alle geeignet, die jeden Beat im Rhythmus nach ihren eigenen Vorstellungen einbauen wollen. Geeignet ist diese Methode für alle Genres. Doch vor allem Hiphop-Produzenten bedienen sich dieser Methode gerne, weil man sich Bass,Clap und Snare selber aussuchen kann. Für diese Methode braucht man die Sounds einzeln. Auch hier findet man im Internet eine große Auswahl. Wir bieten welche an, und auch viele andere Dienste haben welche, manchmal kostenlos, manchmal kommerziell. 

Eine gro?e Auswahl an Beats bekommt man durch Sample-Packs.

Die Livemethode

Wer ein gutes Rhythmusgefühl hat oder auch wirklich live Beats machen möchte, kann die Livemethode verwenden. Für diese Methode benötigen Sie zusätzlich zu Samples (siehe Samplemethode) noch einen Drumcontroller, wie etwa das Novation Launchpad (ohne Anschlagssensor) oder den Akai MPC (Mit Anschlagssensor) und viel Übung. Ob Sie einen Anschlagssensor brauchenbeats produzieren was braucht man oder nichthängt von Ihrem Ziel ab. Schnell einen Rhythmus haben Sie mit beiden eingespielt. Wenn Sie aber zusätzlich noch Lautstärkeunterschiede spielen wollen, ist ein Anschlagssensor Pflicht. Im folgenden Video ist die Livemethode auf einem Controller ohne Anschlagssensor zu sehen.

Die Studiomethode

Die Studiomethode ist vor allem etwas für experimentelle Beatproduzenten. Verschiedene Gegenstände werden aufgenommen und bearbeitet zu einem Beat zusammengestellt. Hierfür sollte man sich in seiner DAW schon etwas besser auskennen und etwas mehr Geld für Equipment zur Verfügung haben. Es wird hier nämlich ein gutes Studiomikrofon benötigt, mit dem man die Geräusche der Gegenstände gut aufnehmen kann. Bewehrt haben sich hier die Großmembranmikrofone, die durch ihre Bauweise eine besonders hohe Audioauflösung haben und so auch Feinheiten der Geräusche sauber erfassen. Dazu ist diverse Anschlusstechnik an den PC erförderlich (Kabel, Audiointerface).

Viel Spaß beim produzieren!

Sie haben jetzt die Auswahl zwischen vielen Methoden, aus denen Sie sich diejenigen aussuchen können, die Ihnen liegen. Dazu können Sie sich das passende Equipment anschaffen und mit etwas Übung erhalten Sie einen perfekten Beat. Sollten Sie noch fragen haben, können Sie mir über das Kontaktformular eine Nachricht schreiben. Ich helfe ihnen gerne. Viel Spaß!

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