Zeitgemäß im Interview. Wie ein Musiker arbeitet  und lebt.

Um ein neues Format einzuführen und weil es mich selber brennend interessiert gibt es jetzt ein Interview mit Dennis von Zeitgemäß. In unterschiedlicher Besetzung veröffentlicht er unter Zeitgemäß wunderbaren Gitarrenklänge, die ihren ganz eigenen Charme verbreiten.

Sebastian:

Du veröffentlichst schon seit längerem Musik von dir im Netz. Erzähl doch mal von dir, was ist das Schöne an der Musik, dass dich zu ihr hinzieht und dich die Arbeit, die mit dem Schaffen der Musik verbunden ist, gerne machen lässt?

Dennis:

Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben. Als kleiner Dotz fing ich mit einer Akustik Gitarre an und spielte 6 Jahre lang auf der Klampfe rum. Mit 12/13 wechselte ich dann auf die E-Gitarre. Nicht nur, dass mich zu dem Zeitpunkt Punk/Rock/Metal interessiert hat, nein ich war es auch leid jedes mal zu Weihnachten Lieder auf der Gitarre vorspielen zu müssen. (Ja, ich kann jetzt das Grinsen all jener denen es genauso erging förmlich sehen) Mit dem Umstieg auf die E-Gitarre löste sich das Problem sofort. Welch ein Segen... Mit der E-Gitarre konnte ich auch anfangen Lieder zu covern, oder einfach mal nur eine runde klimpern und dabei die Seele baumeln lassen. Musik als solches ist mir sehr wichtig. Ich höre sehr gerne Musik aus diversen Genres und spiele/komponiere auch selbst gerne. Da ich wie alle anderen Berufstätigen zeitlich leider eingeschränkt bin, dauert es auch eine Weile bis ein Song fertig ist. Die Arbeit an einem Song ist immer wieder auf´s neue geil. Ich mag es zu tüfteln und dem Song mehr und mehr Leben zu verleihen, deswegen arbeite ich auch gerne mit anderen Künstlern zusammen. Außerdem damit die Songs abwechslungsreicher werden und  natürlich auch, um meine Defizite im Gesang auszugleichen. Jedes Mal wenn ein Song fertig ist, blicke ich zurück auf die Arbeit und freue mich über das erschaffene Werk.

Sebastian:

Du sagst von dir, dass du dich von den Genres Punk, Rock und Metal beeinflusst siehst. Ist es schwer für dich den Sound zu produzieren, den du haben willst oder hast du ein paar Tricks, die du immer und gerne anwendest?

Dennis:

Das Wort "beeinflusst" ist eigentlich gar nicht so richtig. Es gibt halt Genres die ich bevorzugt höre, welche mit denen ich gut klar komme und auch gerne selbst mal einschalte und welche die ich weniger oft höre. Klar gibt es auch Genres mit denen ich gar nichts anfangen kann. Musikgeschmäcker sind einfach sehr unterschiedlich, was auch gut so ist. Aber zurück zu deiner Frage, ich fühle mich diesen Genres "zugeordnet" da meine Musik irgendwie eine Mischung aus allem und in keiner dieser Rubriken richtig Zuhause ist. Ich möchte mich ehrlich gesagt auch gar nicht wie die meisten Bands in eine bestimmte Ecke stecken lassen, sondern das machen worauf ich gerade Lust habe. Ich würde nicht sagen, dass es schwer ist, den Song zu produzieren. Für meine Songs gehe ich immer in ein Tonstudio. Das kostet zwar einiges, aber die Jungs wissen was sie machen. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung vom Mixen und es reicht nur  für private Demos. Den Sound der Instrumente suche ich mir dort aber schon selbst raus. Das eigenlich "schwierige" ist die Arbeit an den Songs selbst. Mein Wissen und Können an der Gitarre ist auch begrenzt und somit sind manche Parts manchmal wirklich anstrengend. Ich lege die Messlatte aber bewusst selbst hoch um mich anzutreiben. Nur so lernt man auch dazu und entwickelt sich weiter. "Tricks" benutzen alle Musiker die etwas aufnehmen, zumindest wenn man es so nennen darf. Es sind aber mehr Dinge die das Aufnehmen erleichtern wie z.B. Stückweise den Song aufnehmen, oder den Gesang kopieren, wenn der Refrain gleich ist.

Sebastian:

In Zusammenarbeit mit anderen Künstlern gibt es von dir sowohl Covers, als auch eigene Songs. Was für Strategien und Techniken hast du, die du beim Komponieren und Texten verwendest? Was ist deine Arbeitsweise?

Dennis:

Mein Kopf ist voller Ideen und Songs, die ich richtig geil finde. Ich habe sogar eine Liste wo ich Songs aufschreibe, die ich gerne auch mal abändern und covern würde, aber es kommt immer anders als man denkt. Ich finde durch Zufall einen anderen Song den ich klasse finde und starte dann doch erst mit diesem. Bei meinen eigenen Songs läuft das etwas anders. Ich habe schon ein paar angefangene Songs. Einige sind sogar schon ein paar Jahre alt, aber die habe ich nie fertig gestellt, weil ich noch nicht zufrieden bin. Ab und zu krame ich die Songs wieder aus und gucke ob ich diesmal das passende Puzzleteil finde. Bisher war es so, dass ich bis auf den Gesang alles alleine gemacht habe, aber nun habe ich hoffentlich auch jemanden gefunden mit dem ich zusammen die Musik komponieren kann. Die nächsten Wochen werden es zeigen, wenn wir gemeinsam an ein Projekt gehen. Grundsätzlich starte ich bei meinen Songs erst einmal mit einem Text, die Melodie kommt dann automatisch. Zumindest eine Grundidee für einen Song. Die Idee baue ich dann nach und nach aus, bis ich zufrieden bin. Erst dann suche ich nach geeigneten Sängern/innen.


Sebastian:

Wie jeder Musiker möchtest auch du, dass deine Musik gehört wird und dass die Menschen einen leichten Zugang dazu haben. Dazu gibst du auf deiner Webseite Musik frei, sowohl zum anhören, als auch zur kreativen Verwendung in Videos oder im Online-Radio. Bist du zufrieden mit den Möglichkeiten, die du online zur Verbreitung hast oder wird es dir durch manche Dinge besonders schwer gemacht?

Dennis:

Nein, so richtig zufrieden bin ich mit der Verbreitung nicht. Für einen Musiker oder eine Band die keine Konzerte geben, ist es alles andere als einfach einen Hörerkreis aufzubauen. YouTube ist voll von Menschen die Musik machen. Alle wollen bekannt werden und ringen um Hörer. Coverbands gibt es inzwischen wie Sand am Meer und nicht gerade wenig Künstler werfen mit wöchentlichen Veröffentlichungen nur so um sich. Ich halte aber dennoch an meiner Einstellung fest und werde nur unregelmäßig etwas veröffentlichen. Es soll weiterhin Spaß machen und feste Veröffentlichungstermine sind sicherlich nicht gerade entspannt. Ich habe meine Musik schon auf einigen Portalen hochgeladen, aber es läuft einfach noch nicht so gut mit der Verbreitung. Das ändert aber nichts an meiner Lust Musik zu machen und dafür Videos zu drehen. Sollte einer der Leser also ein Internetradio oder ähnliches betreiben, kann er/sie mich gerne anschreiben und meine Songs spielen.

Sebastian:

Du hast mit einer CD gestartet und bist nun dabei, regelmäßig einzelne Songs zu veröffentlichen. Wie wird es bei dir in Zukunft weitergehen, hast du dafür bestimmte Pläne?

Dennis:

Meine Pläne beinhalten zumindest erstmal keine weitere Voll-CD. Die Produktion einer kompletten CD ist auch einfach viel zu teuer. Es werden also weiterhin nur einzelne Songs veröffentlicht. Sollten sich wider erwarten Anfragen für eine CD ergeben, kann ich immernoch über eine Pressung in kleiner Stückzahl nachdenken.  Wichtiger ist es mir aber, ein Netzwerk aus netten und kompetenten Musikern aufzubauen, mit denen man gemeinsam an Songs arbeitet. Also wenn hier jemand dieses Interview liest, musikalisch bewandert ist und Interesse hat, kann er/sie mich gerne anschreiben. Ob nun für Gesang, oder ein Instrument ich bin für viele Ideen und Späße zu haben um neues zu probieren.

Dennis und das Logo von Zeitgemäß

Dennis und das Logo von Zeitgemäß

Dennis:

An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön für das Interview und an deine Leser. Über Feedbacks und Likes würde ich mich natürlich freuen. Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, abonniert meinen Channel und besucht meine Homepage.

Seite kommentieren

Name:

Kommentar:*

Welches Instrument hörst du?*

(Hinweis)

Alle Felder mit * sind Pflicht. Ihre eingegebenen Daten werden mit dem Kommentar veröffentlicht. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung..

Bevor Ihr Kommentar zu sehen ist, wird erst geprüft, ob er angemessenen Umgangsformen entspricht. Bitte haben Sie etwas Gedult, bis er hier erscheint.