Beim Beschreiben von dem, was man aus dem Lautsprecher hört, tun sich viele schwer. Beim Lesen von solchen Beschreibungen hat man die selben Probleme. Dass liegt vorallem daran, dass viele Begriffe in den unterschiedlichsten Bedeutungen gebraucht werden, und man sich nicht darüber einig ist, was sie genau beschreiben, und wie das klingt. Wir haben einige dieser Begriffe zusammengetragen und klären endlich darüber auf, was sie eigentlich wirklich bedeuten.

In diesem Video zeige ich euch, wie die einzelnen Begriffe klingen. Je besser deine Wiedergabeanlage ist, desto besser kannst du die Unterschiede hören. Im Video sind sie sehr übertrieben dargestellt, um es dir zu ermöglichen, sie perfekt zu hören. Die Wörter können aber schon bei viel kleineren Unterschieden verwendet werden. Willst du mehr Hörbeispiele? Schreibe uns das in den Kommentaren, und wir liefern sie!

Viele Musikinstrumente mit unterschiedlichstem Sound.

Es existieren viele Musikinstrumente mit unterschiedlichsten Klang - so unterschiedlich, dass es eine Menge Begriffe gibt, diesen zu beschreiben, denn die Unterschiede sind gigantisch.

Klarer, präzieser, hoch auflösender Sound

Der Sound ist klar, beziehungsweise präziese oder hoch auflösend, wenn man es schafft, die Elemente, die man hört, gut zuzuordnen. So kann man etwa nicht nur ein Becken hören, sondern man hört auch die Schwingungen des Beckens, wann es angeschlagen wird und vieles mehr. Es ist das Gefühl, genau zu wissen, was im Sound vorhanden ist, man hört klar heraus, was gespielt wird und vor allem wie. Man hört einen präziesen Anschlag, und kann die Geräusche gut voneinander unterscheiden und trennen.

Verwaschener, verschwommener, unklarer Klang

Verwaschen ist der Klang dagegen, wenn man nicht mehr heraushört, was gespielt wird. Die Instrumente "verschwimmen" zu einem Einheitsbrei, man kann nicht mehr genau sagen, welches Geräusch jetzt beispielsweise zum Bass und was zur Kick gehört. Verursacht wird das oft durch zu viel Hall und zu viel Kompression. Wenn die Musik so klingt, ist sie meistens schlecht abgemischt, oder die Lautsprecher sind schlecht.

Fetter, kompremmierter Sound

Fett ist der Sound, wenn in allen Bereichen des Spektrum etwas passiert. Erkennbar ist das vorallem dadurch, dass ein fettes Stück bei gleicher Lautstärkeeinstellung lauter klingt. Erreicht wird das durch Kompression und indem viele Instrumente mit unterschiedlichen Klang zusammengefügt werden. Lautstärkeunterschiede sind kaum mehr vorhanden, denn alles wird auf die selbe Lautstärke gezogen. Manchmal bezeichnet man einen fetten Sound auch als kompremierten Sound.

Dynamisch

Dynamisch ist das Gegenteil vom fetten und kompremierten Sound. Die Musik wird an manchen Stellen leiser, an anderen lauter, sie ändert immer wieder die Lautstärke, mit der wir sie wahrnehmen. Ein Dynamisches Musikstück ist viel angenehmer für unser Gehör als ein kompremiertes, dafür verschwindet es aber schneller in unserem Unterbewustsein und wird, wenn wir es unbemerkt mitbekommen, weniger wahrgenommen.

Betont

Das Stück ist Bass-, Mitten-, bzw. Höhenbetont, wenn ein Bereich besonders heraussticht und alle anderen dadurch in den Hintergrund geraten. Höhenbetont ist ein Stück dann, wenn es zischelnd klingt, also das Becken und die S-Töne des Gesangs hervortreten. Mittenbetont ist es, wenn es dem Gesang an Höhen fehlt, dafür die Gitarre laut zu hören ist, und die Kick, die Basedrum, und die Bassgitarre fast verschwinden. Tiefenbetont ist es, wenn der Bass wummert, und ansonsten kaum was zu hören ist. Das sind natürlich nur die Extreme, man kann betont auch dazu sagen, wenn einer dieser Effekte nur leicht auftritt.

Hart / Obertonreich / scharf

Ein Sound ist hart, bzw. obertonreich, wenn zwar ein Ton gespielt wird, dieser aber gleichzeitig tief, mittig und hoch ist. Er klingt dann scharf und schmeichelt damit unserem Gehör nicht. Vielmehr klingt er zerstörerisch und wird sofort wahrgenommen.

Weich

Ein weicher Klang ist dagegen sehr schmeichelhaft für unser Gehör. Das Musikstück hört sich angenehm und beruhigend an, der Klang sticht nicht hervor und verschwindet fast im Hintergrund. Ein weicher Klang ist unauffällig, man muss besonders darauf achten, wenn man ihn bewusst hören möchte.

All diese Begriffe helfen uns dabei, Musik so zu beschreiben, dass andere wissen, wie wir sie wahrnehmen. Denn es verhällt sich mit Musik wie bei einem Bild - die Wahrnehmung muss erst in Worte gefasst werden, bevor andere allein durch die Worte sich ein Bild machen können. Musik hat es hier noch etwas schwieriger, da sie - im Gegensatz zum Bild - sehr vom Wiedergabegerät und dessen Können abhängt, und so anderswo etwa ganz anders klingen kann. Und auch bei diesen Unterschieden kann eine Beschreibung des Klangs sehr hilfreich sein.

Gutes Audioequipment hilft bei der Klangbeurteilung

Je besser die Wiedergabegeräte und Lautsprecher sind, desto mehr erkennt man vom Klang und desto besser ist er zu beschreiben.

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